Verwendung von Könner & Söhnen Generatoren mit internen ATS wie KS 7000E ATS und KS 10000E ATS in den PV-Anlagen

Bei einem möglichen Mangel an Sonnenlicht ist es sehr wichtig eine zusätzliche wetterunabhängige Energiequelle zu haben, die die Energie des Batteriespeichers bei der zu niedrigen Spannung auffüllen soll.

Unsere Generatoren mit internen ATS verfügen über ausreichend Leistung zum Nachfüllen der Energie der Batterien in den meisten PV-Anlagen und können bei Bedarf automatisch gestartet und gestoppt werden.

Hiermit bitten wir einige Lösungen, die sich auf meist verbreitete Konfigurationen von PV-Anlagen beziehen. Diese Lösungen bei entsprechender Anpassung können auch bei anderen Stromversorgungssystemen mit Speicherbatterien verwendet werden.

Die Aufgabe des Notstromgenerators in diesem Fall ist ausschließlich den Batteriespeicher zu laden. Die Stromverbraucher sollen aber nach wie vor mit der „sauberen“ Spannung vom Inverter versorgt werden.

Das Ein- und Ausschalten des Generators wird entweder von einem Batteriewächter mit Schaltkontakten oder von programmierbaren potentialfreien Kontakten im Wechselrichter gesteuert. Die Schaltkontakte müssen die Spannung von 250V und den Strom bis zu 1A aushalten. Die Ausgangsspannung des Wechselrichters wird über diese Kontakte an die ATS des Generators geleitet und durch Öffnen und Schließen der Kontakte wird der Generator entsprechend gestartet oder gestoppt.

Fürs Laden der Batterie empfehlen wir die Verwendung von einem externen Ladegerät mit Sofortstart-Funktion und mit eingebauter Leistungsfaktorkorrektur. Zur Dämmung von durch das Ladegerät verursachten Spannungsspitzen und Oberschwingungen empfehlen wir eine angemessene ohmsche Last (z.B. IR-Glühbirne) als Ausgleichslast zu verwenden. Dies ist besonders wichtig bei Ladegeräten mit dem Leistungsfaktor unter 0,95.

Die in den Kombi-Wechselrichtern eingebauten Lademodule sind in der Regel als Schaltnetzteile mit Leistungsfaktor 0,5 – 0,7 ausgeführt und können erhebliche Verzerrungen in der Ausgangsspannung des Generators verursachen indem sie nur ein Teil der Sinuskurve der Ausgangsspannung belasten, was auch zum Schaden am Generator führen kann. Die ohmsche Ausgleichslast kann diese Verzerrungen zum Teil dämmen indem sie die unbelasteten Abschnitte der Sinuskurve belastet. Solche interne Lademodule mit geringer Leistung sind eher für ein langsames Laden vom Außennetz gedacht.

Die „Pass through“–Funktion des Wechselrichters muss beim Laden durch internes Lademodul deaktiviert werden. Wenn dies nicht möglich ist, empfehlen wir die Verwendung von Inverter-Generatoren wie KS 8100iE ATSR mit KS ATS 4/25 Gasoline, deren Ausgangsspannung vom Lademodul ohne Leistungsfaktorkorrektur weniger beeinträchtigt wird als bei konventionellen Generatoren.

Der eingesetzte externe Transferschalter sorgt dafür, dass das Ladegerät nur nach dem Starten des Generators die Versorgungsspannung bekommt. Auch beim Testlauf des Generators durch Öffnen des LS-Schalters 2 bleibt das Ladegerät ohne Strom, da der Transferschalter schaltet erst dann um wenn an seiner N-Seite keine Spannung anliegt, sondern nur an der R-Seite. Durch Öffnen des LS-Schalters 1 kann das Starten des Generators und die Funktion des Ladegeräts gemeinsam getestet werden.

Empfohlener Anschlussplan bei Verwendung von einem externen Ladegerät und einem einstellbaren Batteriewächter:

Empfohlener Anschlussplan bei Verwendung von einem externen Ladegerät und programmierbaren PF-Kontakten (250V 1A) des Wechselrichters:

Empfohlener Anschlussplan bei Verwendung vom internen Lademodul des Wechselrichters („Pass through“–Funktion deaktiviert) und einem einstellbaren Batteriewächter:

Empfohlener Anschlussplan bei Verwendung vom internen Lademodul des Wechselrichters („Pass through“–Funktion deaktiviert) und programmierbaren PF-Kontakten (250V 1A):

Unsere Generatoren sind als IT-System gebaut. Die PE-Pins in den Steckdosen sind genauso wie der Schraubanschluss mit dem Körper des Generators verbunden, die aktiven L- und N-Leitungen sind aber isoliert. Der N-Leiter muss nach dem automatischen Transferschalter mit Haupterdungsschiene verbunden werden (TN-Netz).

Bitte, achten Sie darauf dass der Generator nicht die Ausgangsleistung des Ladegeräts, sondern die benötigte Eingangsleistung decken soll. Die benötigte Blindleistung ist dabei zu berücksichtigen.

Bitte, achten Sie darauf, dass unsere Generatoren mit einem Leitungsschutzschalter am Ausgang ausgestattet sind, der bei einem Kurzschluss sofort auslöst, jedoch nicht bei einer geringen Überlastung. Die Reaktionszeit des thermischen Auslösers hängt von der Höhe der Überlastung und kann bis zu 1 Stunde dauern, was für Leitungsschutzschalter üblich ist.

Angesichts von schwer berechenbaren Strömen beim Ladegerät zur Vermeidung von Überlastschäden am Generator empfehlen wir den Generator mit nicht mehr als 80% der Nennleistung zu belasten.

Bitte, achten Sie darauf, dass auch hochwertige Ladegeräte mit Trafos einen Leistungsfaktor von ca. 0,75 haben und somit viel Blindleistung benötigen. Ladegeräte mit Schaltnetzteilen können den Leistungsfaktor von 0,5-0,7 aufweisen und nur Ladegeräte mit Schaltnetzteilen mit Leistungsfaktorkorrektur (PFC) den Leistungsfaktor ca. 0,95 aufweisen. Diese Daten werden oft von den Herstellern der Ladegeräte verschwiegen und nur die Ausgangsleistung wird angegeben. So empfehlen wir die Daten beim Hersteller nachfragen entweder, oder selber mit einem Leistungsfaktormessgerät unter Last zu messen. Die Angaben in der Art „Generator geeignet“ alleine reichen nicht aus.

Der Strom durch das Kabel zum Generator ist sehr gering und wird nur fürs Funktionieren der internen ATS und fürs Nachladen der Generator-Batterie benötigt. Das Kabel zum Generator darf somit den Querschnitt von 1-1,5 mm² je Ader haben und der Bemessungsstrom der LS-Schalter 1 und 2 kann von 1A bis 2A sein.

Das Verbindungskabel (flexibles Kupferkabel) von CEE-Steckdose zum Ladegerät oder ggf. zum Wechselrichter muss einen Querschnitt von 4 bis 6 mm² je Ader haben.

Die Erdung des Generator-Körpers darf entweder über den PE-Pin in der CEE-Steckdose oder über den Erdung-Schraubanschluss erfolgen da die beiden intern im Generator verbunden sind.

In jedem Einzelfall kann der Anschlussplan je nach Bedarf und verwendeten Komponenten sich unterscheiden und muss entsprechend korrigiert werden.

Haftungsausschluss:
Diese Anleitung kann nur als eine Empfehlung wahrgenommen werden, ist anschaulich und muss bei der Installation an die genaue Umstände und Bedingungen vor Ort angepasst werden. Die Installation selber soll unter Beachtung von allen Normen und Vorschriften ausgeführt werden. Wir übernehmen keine Verantwortung für die falschen Installationen und deren Folgen